Ein wahres Füllhorn

Paris, Bibliothèque nationale de France, fonds français 837

Die Handschrift Paris, BNF, fr. 837 ist eine große Sammlung mit einer schier unglaublichen Vielfalt an französischen Texten (was verstehen wir unter Text?). Sie ist eine der wichtigsten Quellen für volkssprachliche (?) Literatur des 13. Jahrhunderts aus Nordfrankreich und stammt aus dem ‘goldenen Zeitalter’ großer Sammelhandschriften in Frankreich (mehr zu dieser Blütezeit der Handschriftenproduktion hier).

Struktur und Ordnung? Auf den ersten Blick erscheint die Handschrift sehr heterogen, um nicht zu sagen chaotisch zusammengesetzt, und viele Forscher haben sich die Zähne daran ausgebissen, eine Struktur hinter der Vielfalt von Gattungen in dieser Handschrift zu finden. Kann man vielleicht trotzdem Ordnungprinzipien für diese Zusammenstellung entdecken? Und welche Rolle spielt dabei der erste Text erste Text der Sammung?

In der Kürze liegt die Würze. Zunächst einmal sind alle hier enthaltenen Texte außergewöhnlich kurz. Spielte also Länge eine Rolle bei der Anlage der Handschrift? (Hier finden Sie mehr zur Bedeutung von Textlänge in mittelalterlichen Handschriften.)

Der Beginn der Rutebeufsammlung in BNF, fr. 837, f. 283vb.

Ein Autor. Und was bedeutet die Tatsache, dass der Kodex Texte eines Autors versammelt (s. Bild) – und das zu einer Zeit, als kurze Texte überwiegend anonym überliefert wurden?

Viele Leser. Die Handschrift ist durch zahlreiche Hände gegangen, und einige von ihnen haben ihre Spuren hinterlassen. Hier finden Sie mehr zu deren Eintragungen und was sie bedeuten.

Genug gestöbert? Hier geht es zur Zusammenfassung dieses Ausstellungsraums.

(Abbildung mit freundlicher Genehmigung der Bibliothèque nationale de France: gallica.bnf.fr.)

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