{"id":1147,"date":"2012-10-16T13:39:48","date_gmt":"2012-10-16T13:39:48","guid":{"rendered":"http:\/\/labs.stefanschleifer.com\/codex\/?page_id=1147"},"modified":"2013-08-22T15:55:43","modified_gmt":"2013-08-22T15:55:43","slug":"glossary","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/de.everycodextellsastory.eu\/?page_id=1147","title":{"rendered":"Glossar"},"content":{"rendered":"<p id=\"allegorie\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Allegorie<\/strong><\/span> (Adj. <span style=\"color: #993300;\"><strong>allegorisch<\/strong><\/span>) &#8211; eine Geschichte, in der die Figuren und Ereignisse symbolhaft f\u00fcr etwas anderes stehen. In einer reinen Allegorie lassen sich alle Handlungen der Figuren und ihre Beziehungen untereinander.<\/p>\n<p id=\"auffuehrung\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/span> &#8211; Mittelalterliche Texte wurden nicht nur gelesen, sondern auch aufgef\u00fchrt. Das bedeutete z. B. das Vorlesen von Romanen, das Vorsingen von Heldenepik oder Gedichten, oft begleitet von Musikunstrumenten, oder die szenische Auff\u00fchrung von dramatischen Texten.<\/p>\n<p id=\"bifolium\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Bifolium<\/strong><\/span> (Mz<em>.<\/em> Bifolia), dt. <span style=\"color: #993300;\"><strong>Doppelblatt<\/strong><\/span> &#8211; ein einfaches <span style=\"color: #993300;\"><strong>Blatt<\/strong><\/span> Pergament oder Papier, das in der Mitte gefaltet wird, so dass sich zwei Bl\u00e4tter ergeben (von lat.\u00a0<em>bi<\/em> &#8216;zwei&#8217; und <em>folium<\/em> &#8216;Blatt&#8217;). Ein Blatt hat wiederum zwei Seiten (s. <span style=\"color: #993300;\"><strong>recto<\/strong><\/span> und <span style=\"color: #993300;\"><strong>verso<\/strong><\/span>). Je nachdem, wie oft ein Standardbogen gefaltet worden waren, ergaben sich gr\u00f6\u00dfere oder kleinere Formate; hier sind die wichtigsen:<\/p>\n<ol>\n<li>1x gefaltet (=2 Blatt): folio (entspricht ca. A4)<\/li>\n<li>2x gefaltet (=4 Blatt): quarto (entspricht ca. A5)<\/li>\n<li>3x gefaltet (=8 Blatt): octavo (entspricht ca. A6)<\/li>\n<\/ol>\n<p id=\"blatt\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Blatt<\/strong><\/span> (lat. <em>folium<\/em>)- anders als in der Neuzeit z\u00e4hlt das Mittelalter nicht Seiten, sondern Bl\u00e4tter, das hei\u00dft, Vorderseite (<span style=\"color: #993300;\"><strong>recto<\/strong><\/span>) und R\u00fcckseite (<span style=\"color: #993300;\"><strong>verso<\/strong><\/span>) geh\u00f6ren eng zusammen (vgl. auch <span style=\"color: #993300;\"><strong>Bifolium<\/strong><\/span>).<\/p>\n<p id=\"buchmaler\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Buchmaler<\/strong><\/span> &#8211; die Person, die bei der Herstellung eines mittelalterlichen Buches f\u00fcr die Illuminationen (<span style=\"color: #993300;\"><strong>Miniaturen<\/strong><\/span> und anderen Buchschmuck) zust\u00e4ndig war.<\/p>\n<p id=\"cursiva\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Cursiva<\/strong><\/span> &#8211; eine Schrift, die \u00fcber die Seite &#8216;l\u00e4uft&#8217; (von lat.<em><\/em> <em>currere<\/em> = &#8216;laufen&#8217;), ohne dass die Feder zwischen den Buchstaben abgesetzt wird (au\u00dfer, um sie in die Tinte zu tunken).<\/p>\n<p id=\"explizit\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Explizit<\/strong><\/span><span style=\"color: #000000;\"> (lat. <em>explicit <\/em>&#8216;es endet&#8217;) &#8211; ein <span style=\"color: #993300;\"><strong>Paratext<\/strong><\/span>, der das Ende eines Textes anzeigt (vgl.<\/span> <span style=\"color: #993300;\"><strong>Incipit<\/strong><\/span>).<\/p>\n<p id=\"fabliau\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Fabliau<\/strong><\/span> &#8211; k\u00fcrzere Verserz\u00e4hlung, h\u00e4ufig mit schwankhaftem, auch derbem Inhalt, \u00fcber Ehe, Ehebruch und andere Fragen des Zusammenlebens der Geschlechter.<\/p>\n<p id=\"faszikel\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Faszikel<\/strong><\/span> (<span style=\"color: #993300;\"><strong>Heft<\/strong><\/span>) &#8211; zusammengeheftete Papierbogen, die eine Einheit ergeben (sie k\u00f6nnen, m\u00fcssen aber nicht mit einem Umschlag versehen sein) und aus denen sich eine Handschrift zusammensetzt (vgl. <strong><span style=\"color: #993300;\">Lage<\/span><\/strong>). Faszikel konnten auch ungebunden benutzt werden, haben sich in der Regel aber nur erhalten, wenn sie irgendwann mit anderen zu einem <strong><span style=\"color: #993300;\">Kodex<\/span><\/strong> zusammengebunden wurden.<\/p>\n<p id=\"federprobe\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Federprobe<\/strong><\/span> &#8211; eine Zeichnung oder ein kurzer Text (manchmal auch nur sinnloses Gekritzel), mit denen ein Schreiber die Qualit\u00e4t einer neuen oder neu gespitzten Feder pr\u00fcfte.<\/p>\n<p id=\"glosse\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Glosse<\/strong><\/span> &#8211; ein oder mehrere W\u00f6rter, die dem urspr\u00fcngichen Textbestand einer Handschrift hinzugef\u00fcgt wurden, z. B. um W\u00f6rter zu \u00fcbersetzen oder Textstellen zu kommentieren. Im Fr\u00fchmittelalter schrieb man Glossen zwischen die Zeilen (<span style=\"color: #993300;\"><strong>Interlinearglossen<\/strong><\/span>), sp\u00e4ter meist an den Rand (<span style=\"color: #993300;\"><strong>Marginalglossen<\/strong><\/span>). Wenn man alle so entstandenen \u00dcbersetzungen oder Erl\u00e4uterungen zusammenschrieb, erhielt man ein <span style=\"color: #993300;\"><strong>Glossar<\/strong><\/span>. Dieses Wort hat sich f\u00fcr erl\u00e4uternde Listen bis heute erhalten \u2013 Sie selbst lesen auch gerade ein Glossar.<\/p>\n<p id=\"griffel\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Griffel<\/strong><\/span> &#8211; eine Nadel, mit der Linien auf Pergamentbl\u00e4ttern eingeritzt wurden, um dem Schreiber das Layout einer Seite vorzugeben.<\/p>\n<p id=\"historiated\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>historiated initial<\/strong><\/span>\u00a0&#8211;\u00a0<span style=\"color: #000000;\">siehe<\/span> <span style=\"color: #993300;\"><strong>Initiale<\/strong><\/span>.<\/p>\n<p id=\"illumination\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Illumination<\/strong><\/span><span style=\"color: #000000;\"> &#8211; Sammelbezeichnung f\u00fcr mittelalterlichen Buchschmuck.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p id=\"incipit\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Incipit<\/strong> <\/span><span style=\"color: #000000;\">(lat. <em><\/em>&#8216;es beginnt&#8217;) &#8211;\u00a01) ein<\/span> <span style=\"color: #993300;\"><strong>Paratext<\/strong><\/span><span style=\"color: #000000;\">, der den Anfang eines Textes in der Handschrift markiert (vgl.<\/span> <span style=\"color: #993300;\"><strong>Explizit<\/strong><\/span><span style=\"background-color: #ffffff; color: #000000;\">) oder 2) die ersten W\u00f6rter eines Textes, die dazu dienen, ihn zu identifizieren (anstelle von Titeln genutzt).<\/span><\/p>\n<p id=\"initiale\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Initiale<\/strong><span style=\"color: #000000;\"> &#8211; meist farbig und auff\u00e4llig gro\u00df ausgef\u00fchrter Gro\u00dfbuchstabe zu Beginn eines Textes oder Textabschnitts. Wenn der Hintergrund der Initiale mehrfarbig ist, spricht man von einer <span style=\"color: #993300;\"><strong>Champie-Initiale<\/strong><\/span> (von frz<em>. champ pie<\/em> = &#8216;verschiedenfarbiges Feld&#8217;); von einer\u00a0<\/span><strong>dekorierten<\/strong><span style=\"color: #000000;\"> Initiale spricht man, wenn Zeichnungen oder Goldschmuck hinzukommen. Im Englischen und Franz\u00f6soschen gibt es auch eine Bezeichnung f\u00fcr Initialen, die Personen darstellen oder eine Geschichte erz\u00e4hlen (<\/span><\/span><span style=\"color: #993300;\"><strong>historiated<\/strong><span style=\"color: #000000;\"> initial bzw. lettrine <strong><span style=\"color: #993300;\">histori\u00e9e<\/span><\/strong>).<\/span><\/span><\/p>\n<p id=\"kettenbuch\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Kettenbuch<\/strong><\/span> (lat. <em>liber catenatus<\/em>) &#8211; In manchen Bibliotheken und in vielen Kl\u00f6stern wurden B\u00fccher mit Ketten am Lesepult befestigt, um sie vor Diebstahl (und auch vor dem Herunterfallen) zu sch\u00fctzen. Zu diesem Zweck wurde an einer der Buchecken ein Metallst\u00fcck angebracht, an dem die Kette befestigt war. Kettenb\u00fccher haben sich nur selten erhalten, zu sehen sind sie beispielsweise in der Bibliothek der Kathedrale in Hereford (England).<\/p>\n<p id=\"kodex\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Kodex<\/strong><\/span> (Mz. Kodices)\u00a0&#8211; eine gebundene Handschrift (ein Buch im Mittelalter).<\/p>\n<p id=\"kodikologie\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Kodikologie<\/strong><\/span> &#8211; die Lehre von den B\u00fcchern und Handschriften als Gegenst\u00e4nden (nicht nur der Texte, die sie enthalten). Ein entsprechender Spezialist hei\u00dft <strong><span style=\"color: #993300;\">Kodikologe<\/span><\/strong>.<\/p>\n<p id=\"komposit\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Komposithandschrift<\/strong><\/span> &#8211; eine Handschrift, die aus mindestens zwei urspr\u00fcnglich selbst\u00e4ndigen Teilen zusammengebunden wurde, die verschiedener Herkunft sein k\u00f6nnen und inhaltlich nicht zusammenh\u00e4ngen m\u00fcssen.<\/p>\n<p id=\"lage\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Lage<\/strong><\/span> &#8211; mehrere <strong><span style=\"color: #993300;\">Bifolia<\/span><\/strong> ineinander gelegt und zusammengen\u00e4ht (vgl. <strong><span style=\"color: #993300;\">Faszikel<\/span><\/strong>).<\/p>\n<p id=\"metallstift\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Metallstift <\/strong><span style=\"color: #000000;\">&#8211; ein Vorl\u00e4ufer des modernen Bleistifts, anders als dieser aber tats\u00e4chlich eine Blei-Legierung (und nicht Graphit), mit dem man d\u00fcnne Linien auf das Papier oder Pergament aufbrachte, um das Seitenlayout vorzugeben<\/span><span style=\"color: #000000;\">.\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p id=\"miniatur\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Miniatur<\/strong><\/span><span style=\"color: #000000;\"> &#8211; ein Bild in einer mittelalterlichen Handschrift (von lat. <em>minium<\/em> &#8216;Mennige&#8217;, der roten Farben, die f\u00fcr Buchmalerei verwendet wurde; zun\u00e4chst hat das Wort nichts mit der Gr\u00f6\u00dfe des BIdles zu tun).<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p id=\"nota\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Nota bene<\/strong> <\/span>&#8211; lat. &#8216;wohlgemerkt&#8217;, ein Hinweis, oft am Rand neben einem Text, der die Aufmerksamkeit des Lesers auf eine bestimmte Stelle in der Handschrift lenken soll. Das geschieht entweder durch die asugeschriebenen W\u00f6rter &#8216;nota bene&#8217; oder durch die Abk\u00fcrzung &#8216;n. b.&#8217; oder durch eine Zeigehand.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p id=\"palaeographie\"><strong><span style=\"color: #993300;\">Pal\u00e4ographie<\/span><\/strong><span style=\"color: #000000;\"> &#8211; die Lehre von alten Schriften.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p id=\"paratext\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Paratext<\/strong> <\/span><span style=\"color: #000000;\">&#8211; Elemente in einer Handschrift, die sich auf einen <strong><span style=\"color: #993300;\">Text<\/span>\u00a0<\/strong>(in der 2. Bedeutung, s.u.) beziehen. Die genaue Definition von Paratext ist umstritten, aber die meisten Forscher sind sich einig, dass folgende Elemente dazuz\u00e4hlen: <span style=\"color: #993300;\"><strong>Inzipits<\/strong> <\/span>(in der 1. Bedeutung), <span style=\"color: #993300;\"><strong>Explicits<\/strong><\/span>, <span style=\"color: #993300;\"><strong>Glossen<\/strong><\/span>, <span style=\"color: #993300;\"><strong>Rubriken<\/strong><\/span>, \u00dcberschriften, Zwischen\u00fcberschriften, Titel, Inhaltsverzeichnisse, Glossare, Register.<\/span><\/p>\n<p id=\"recto\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>recto<\/strong><\/span> &#8211; die Vorderseite eines <span style=\"color: #993300;\"><strong>Blattes<\/strong><\/span> (Gegenteil:<span style=\"color: #993300;\"><strong>verso<\/strong><\/span>).<\/p>\n<p id=\"reklamant\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Reklamant<\/strong><\/span> &#8211; ein oder mehrere W\u00f6rter am Ende einer <span style=\"color: #993300;\"><strong>Lage<\/strong><\/span> als Hinweis f\u00fcr den Buchbinder, in welcher Reihenfolge er die Lagen binden sollte.<\/p>\n<p id=\"rubrik\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Rubrik<\/strong><\/span><span style=\"color: #000000;\">\u00a0&#8211; von lat. <em>rubricare<\/em> &#8216;rot machen&#8217;, ein in roter Farbe geschriebener <span style=\"color: #993300;\"><strong>Paratext<\/strong><\/span>, der zur Gliederung und bisweilen auch zur Ausschm\u00fcckung mittelalterlicher Texte und Handschriften diente.<\/span><\/p>\n<p id=\"rubrikator\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Rubrikator<\/strong><\/span><span style=\"color: #000000;\">\u00a0&#8211; derjenige, der die rote Farbe auftrug (ganze <\/span><span style=\"color: #993300;\"><strong>Rubriken<\/strong><\/span><span style=\"color: #000000;\">, aber auch einzelne rote Buchstaben oder auch nur rote Hervorhebungen von einzenen schwarzen Buchstaben). Den Vorgang, mit roter Farbe zu arbeiten, nennt man <span style=\"color: #993300;\"><strong>Rubrizieren<\/strong><\/span>.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p id=\"sammelhandschrift\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Sammelhandschrift<\/strong><\/span> &#8211; eine Handschrift, in der mehrere Texte zusammen \u00fcberliefert sind. In unserem Sprachgebrauch z\u00e4hlen dazu sowohl Handschriften, in denen die Texte nach einem offensichtlichen System zusammengestellt wurden, als auch sog. <span style=\"color: #993300;\"><strong>Miszellhandschriften<\/strong><\/span>, in denen ein Ordnungsprinzip f\u00fcr uns nicht erkennbar ist. Sammelhandschriften k\u00f6nnen aus einem Guss sein oder auch \u00fcber l\u00e4ngere Zeit entstanden sein, indem man immer wieder neue Texte hinzuf\u00fcgte oder neu einband.<\/p>\n<p id=\"schreiber\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Schreiber<\/strong><\/span><span style=\"color: #000000;\"> &#8211; jemand, der mittelalterliche Handschriften schrieb, entweder ein speziell ausgebildeter und hochspezialisierter Berufsschreiber oder ein Laie, der zu seinem eigenen Gebrauch Texte abschrieb. Jeder Schreiber hat (wie heute auch) eine eindeutig identifizierbare Handschrift; in der Forschung spricht man von <span style=\"color: #993300;\"><strong>Schreiberhand<\/strong><\/span> oder einfach von <span style=\"color: #993300;\"><strong>Hand<\/strong><\/span>.<\/span><\/p>\n<p id=\"schrifttraeger\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Schrifttr\u00e4ger<\/strong><\/span> &#8211; von der \u00e4ltesten bis in die heutige Zeit verwendete Schriftmedien: In der Antike waren dies beispielsweise Steine, Wachstafeln oder Papyrus, im mittelalterlichen Buchwesen kamen \u00fcberwiegend <a title=\"Pergament oder Papier?\" href=\"http:\/\/de.everycodextellsastory.eu\/?p=1364\">Pergament und Papier<\/a> zum Einsatz. Im Unterschied dazu spricht man von Schreibmaterialien, wenn die Ger\u00e4te gemeint sind, mit deren Hilfe die Schrift aufgebracht wurde (Griffel, Feder etc.).<\/p>\n<p id=\"skriptorium\"><strong><span style=\"color: #993300;\">Skriptorium <em><\/em><\/span><\/strong><span style=\"color: #000000;\"> &#8211; der Raum in einem Kloster, in dem B\u00fccher geschrieben wurden.<\/span><\/p>\n<p id=\"stabreim\"><strong><span style=\"color: #993300;\">Stabreim<\/span><\/strong> &#8211; alliterierende Verskunst: Die wichtigen W\u00f6rter eines Verses beginnen mit dem gleichen Anlaut (Anfangsbuchstaben); die Verteilung dieser W\u00f6rter im Vers muss dabei bestimmten Regeln gehorchen. Anders als beim Endreim, der den Stabreim abl\u00f6ste, ist also der Beginn der W\u00f6rter wichtig, nicht ihr Ende.<\/p>\n<p id=\"text\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Text<\/strong><\/span> &#8211; 1) etwas Gechriebenes <span style=\"text-decoration: underline;\">oder<\/span> 2) eine vollst\u00e4ndige und abgeschlossene Einheit von S\u00e4tzen, z. B. ein Gedicht, ein Kochrezept oder ein Kriminalroman.<\/p>\n<p id=\"verso\"><strong><span style=\"color: #993300;\">verso<\/span><\/strong> &#8211; die R\u00fcckseite eines Blattes (Gegenteil <span style=\"color: #993300;\"><strong>recto<\/strong><\/span>).<\/p>\n<p id=\"volkssprache\"><strong><span style=\"color: #993300;\">Volkssprache<\/span><\/strong> &#8211; so werden mittelalterliche Sprachen bezeichnet, die vom Volk, also auch von Menschen ohne Bildung gesprochen wurden (vor allem im Unterschied zu Latein, aber auch Griechisch).<\/p>\n<p id=\"vorsatzblatt\"><strong><span style=\"color: #993300;\">Vorsatzblatt<\/span><\/strong> &#8211; das Blatt, das sich in einem Kodex vor Beginn des eigentlichen Textes findet; es war urspr\u00fcnglich frei, wurde aber h\u00e4ufig mit Notizen, Zeichnungen und <span style=\"color: #993300;\"><strong>Federproben<\/strong><\/span> versehen.<\/p>\n<p id=\"wasserzeichen\"><span style=\"color: #993300;\"><strong>Wasserzeichen<\/strong><\/span> &#8211; eine Markierung im Papier, durch die man die M\u00fchle identifizieren kann, in der das Papier gesch\u00f6pft wurde. Wasserzeichen entstanden, indem auf der Sch\u00f6pfform ein dickerer Draht in Form der gew\u00fcnschten Markierung befestigt wurde, der einen entsprechenden Abdruck hinterlie\u00df. Dieser ist gegen das Licht zu sehen und erm\u00f6glicht es, Papier zu datieren und zu lokalisieren. Heute werden Wasserzeichen vor allem als Sicherheitsmerkmal in Banknoten verwendet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allegorie (Adj. allegorisch) &#8211; eine Geschichte, in der die Figuren und Ereignisse symbolhaft f\u00fcr etwas anderes stehen. In einer reinen Allegorie lassen sich alle Handlungen der Figuren und ihre Beziehungen untereinander. 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